Krone

Krone mit neuem Universal-Transportwagen

Krone bietet jetzt auch einen Universal-Transportwagen (GX) an, der sich für den Transport vieler verschiedener Güter eignet. Den GX bietet Krone ab sofort in den Größenordnungen 44 und 52 Kubikmeter an, auf Wunsch auch mit je zwei Dosierwalzen. Der GX 440 ist mit Tandemaggregat bzw. in der Variante GX 520 mit Tridemaggregat ausgerüstet; die Wagen verfügen serienmäßig über eine ISOBUS-Bedienung.

Der neue Krone Universal-Transportwagen GX eignet sich für viele verschiedene Ladegüter. (Copyright: Krone)

Ein starkes Gewebeband, zwei Zugketten und die transparente Vorderwand bilden die Entladeeinheit des Wagens, die über zwei Hydraulikmotoren angetrieben wird. Sobald der GX entladen werden soll, werden das Transportband und die Vorderwand über die Ketten in Richtung Heckklappe gezogen. So wird das Ladegut schonend, ohne Stauchung, aber durchgehend konstant zum Fahrzeugheck befördert; ein Verfahren, das z.B. auch besonders interessant für die sanfte Entladung von empfindlichem Gemüse oder Hackfrüchten ist. Nach der kompletten Entleerung wird die Einheit „Wand und Band“ über die Kette wieder nach vorne gezogen. Dank dieser Technik verändert sich der Schwerpunkt beim Entladen nur minimal, ein Kippen des Fahrzeugs wird unterbunden. Zudem verändert sich die Höhe des Wagens nicht, das ermöglicht ein sicheres und schnelles Entladen bei niedrigen Deckenhöhen.

Das patentierte Rahmenkonzept

Der neue GX punktet nach Herstellerangaben zudem mit einem besonders geringen Eigengewicht. Dabei greift Krone auf ein groß dimensioniertes Trägerprofil als Grundrahmen zurück; so konnte man das patentierte Ein-Rahmen-Konzept realisieren. Die eng angeordneten Rungen in Kombination mit leichten, aber zugleich widerstandsfähigen GFK-Paneelen verleihen dem GX ein Maximum an Stabilität – bei gleichzeitig sehr geringem Eigengewicht. Der geschlossene Rahmen und die abgeschrägten Kotflügel stehen für minimale Ablagerungen am Fahrzeug. Auch die GFK-Bordwandpaneele verfügen über eine sehr glatte Oberfläche für minimalen Reibwiderstand während der Entladung. Zur Anpassung an das jeweilige Transportgut kann der GX mit seinen hydraulisch teleskopierbaren Seitenwänden die Überladehöhe um bis zu 700 Millimeter reduzieren.

Das Hydraulikgetriebe

Angetrieben wird das Innenleben des GX über zwei Hydraulikmotoren; beim GX 440 kommen zwei 200 Kubikzentimeter-Motoren zum Einsatz, beim GX 520 sind es zwei 250 Kubikzentimeter-Motoren.

Bei der Entladung des Wagens sind zwei Tempi möglich: in acht Meter pro Minute oder im Eilgang 16 Meter pro Minute. So ist der GX 440 in ca. 40 Sekunden vollständig entleert. Dank der geringen benötigten Ölmenge bleibt die freie Wahl der Zugmaschine. Die variable Entladegeschwindigkeit garantiert eine dosierte Fahrzeugentladung und somit einen gleichmäßigen Futterteppich. Ebenfalls praxisgerecht: Der reversierbare Antrieb ermöglicht auch eine Beladung vom Heck.

Der Krone GX 520 in der Tridem-Version. (Copyright: Krone)

Belastbares Transportband, starke Ketten

Die Bruchlast des 2000 Millimeter breiten und 3,6 Millimeter starken Transportbands liegt bei 50 Tonnen. Die Oberfläche des Bandes ist aus PVC; darin eingebettet sind zwei Polyester-Gewebeeinlagen. Die Unterseite verfügt über einen geringen Reibwert, so haftet nichts an. Das Band kann vor- und zurücklaufen; da es dauerhaft gespannt ist, flattert es auch bei Leerfahrten nicht. Durch die konstante Entladegeschwindigkeit entsteht ein gleichmäßiger Futterteppich; zudem wird das Band stets gleichmäßig belastet. Weiterer Pluspunkt des Bandes ist der federnde Effekt, der für eine schonende Beladung steht, wenn z.B. sensible Güter wie Kartoffeln auf die Ladefläche fallen.

Die beiden Zugketten sind als Flachgliederketten für hohe Belastungen ausgelegt; die Bruchlast liegt bei 25 Tonnen je Kette. Auch sie funktionieren im Vor- und Rücklauf und garantieren eine konstante Entladegeschwindigkeit.

Durchsichtig und kräftig

Die mobile Vorderwand ist aus 10 Millimeter dicken Polymethylmethacrylat-Acrylglas gefertigt; so hat der Schlepperfahrer freie Sicht in den Laderaum. Dank der ziehenden kontinuierlichen Bewegung zum Heck wird der Wagen immer gleichmäßig restlos entleert. Ebenfalls praxisgerecht ist die Abdichtung der Seitenwände mit Gummilippen, so gibt es keine Verluste bei Beladung und Transport mit feinen Schüttgütern wie z.B. Getreide oder Raps.

Die optionalen Dosierwalzen lassen sich bei Nichtgebrauch über vier Schrauben an die Heckklappe koppeln; so ist ein schnelleres Entladen bzw. Beladen vom Heck möglich – wie z.B. beim Einsatz von Big Bags, Paletten oder Strohballen. Die Kopplung der Dosiereinheit geschieht einfach und komfortabel über je zwei Bolzen je Seite. Diese fixieren über zwei Klauen die Dosiereinheit an der Heckklappe oder an dem Wagen.

(Copyright: Krone)

Weltneuheit: Abladen nach Weg mit Krone ExactUnload

Soll z.B. ein neues Silo angelegt werden, kann der Bediener einfach die gewünschte Abladelänge eingeben. Die Maschine regelt die Abladegeschwindigkeit eigenständig und passt sich der Fahrgeschwindigkeit des Schleppers an. Nach Erreichen der vorgegebenen Länge ist der Wagen vollständig entleert.

Schlank und wendig

Die serienmäßig verbaute hydraulische Knickdeichsel ist für vier Tonnen Stützlast zugelassen, so liegt mehr Ballast auf der Schlepperachse und das zulässige Gesamtgewicht wird erhöht. Die insgesamt schlanke Bauweise erlaubt enge Lenkeinschläge und somit maximale Wendigkeit. Die Deichselfederung garantiert das komfortable Fahren auf der Straße und im Feld. Und nicht zuletzt gestaltet sich der An- und Abbau des Wagens dank der hydraulischen Knickdeichsel recht einfach; da die Bodenfreiheit bei bis zu 70 Zentimeter liegt, können auch Silagemieten oder Kuppen problemlos überfahren werden, berichtet Krone weiter.

Serienmäßig sind die neuen GX von Krone mit einer intelligenten Nachlauflenkung, optional mit mechanischer- oder elektro-hydraulischer Zwangslenkung erhältlich. Die Zwangslenkung steuert bei Ausrüstung mit Tandem- und Tridemfahrwerk die hintere Achse; beim Tridemfahrwerk werden die vordere und hintere Achse gelenkt. Beim Einsatz mit elektronischen Lenkachsensystemen wird der Einschlagwinkel der Lenkung proportional zur Fahrgeschwindigkeit angepasst. Selbstverständlich kann der Fahrer aktiv in das Lenkgeschehen eingreifen, z.B. bei Hangfahrt oder beim Fahren am Silorand.

Die Bedienung des Wagens erfolgt serienmäßig über IOBUS; hierüber sind auch alle Automatikfunktionen komfortabel wählbar; eine Funkfernbedienung zum Handling des GX auch außerhalb der Schlepperkabine ergänzt das Equipment, berichtet das Unternehmen abschließend.

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