Jörg Rath-Kampe

Joskin nimmt die sich verändernden Rahmenbedingungen an

Wie auch andere Hersteller passt Joskin seine Organisation entsprechend den durch die Pandemie und Regierungsentscheidungen auferlegten Maßnahmen an. Die Produktion hat sich verlangsamt und die Verkäufe sind zurückgegangen. Aus kommerzieller Sicht möchte das belgische Unternehmen unmittelbar seinen Geschäftspartnern im Rahmen des aktuellen Fernverkaufs helfen.

„Unser motiviertes Personal trägt dazu bei, indem es nicht zögert, Arbeitsplätze und Stundenpläne so umzugestalten, dass ein reibungsloser Betrieb der Joskin-Gruppe unter maximaler Sicherheit gewährleistet ist. Telearbeit wird maximiert; es bringt in vielen Fällen Vorteile mit sich mit, ist aber in vielen anderen Situationen weder einfach noch ideal“, so CEO Didier Joskin. „Die globale Priorität bleibt natürlich die Gesundheit. Und all die Anstrengungen und Aufopferungen, die von vielen Berufsgruppen erbracht werden, angefangen bei den Fachkräften im Gesundheitswesen, sind uneingeschränkt zu loben.“

Aber wie jede Pandemie wird auch diese zu einem Ende kommen. Pierre Demianoff, Attaché der Geschäftsführung, glaubt, dass das Leben sich durchsetzen wird: „Früher oder später wird sich das Ökosystem, das die Wirtschaft ausmacht, auf die ein oder andere Weise wieder drehen. Einige werden ein „Nach-Coronavirus“ zeichnen wollen, das anders als zuvor ist, aber zumindest am Anfang wird sich wahrscheinlich wenig an der Gleichung ändern. Die Regierungen werden ihre Volkswirtschaften wiederbeleben müssen, auch wenn der Zeitpunkt und die Situation von einem Markt zum anderen unterschiedlich sein werden.“

Die Produktion hat sich verlangsamt und die Verkäufe sind zurückgegangen. „Aber diejenigen, die einen Plan haben, um die Krise zu bewältigen, werden besser dran sein“, fügt Pierre Demianoff hinzu.

 

Verbesserungen einführen

Joskin Didier|copyright: Jörg Rath-Kampe

Was die Entwicklung anbelangt, ist die Ruhe nützlich. Bei Joskin lädt sie dazu ein, über gute Verbesserungen sowohl in der Produktionsorganisation als auch in der Maschinenausrüstung nachzudenken. „Wir streben vor allem nach Einfachheit, Flexibilität, Sicherheit und Leichtigkeit, denn diese sind die ewigen Schlüsselwörter – und Vorteile – unserer Landwirte“, erklärt Didier Joskin. „Ein gutes Beispiel dafür ist die Arbeit, die nun an der gesamten Joskin-Produktpalette der Viehtransporter durchgeführt wurde, um sie an die europäischen Normen anzupassen, einschließlich der Überarbeitung und Erweiterung des Sortiments an Gitter mit der zertifizierten Möglichkeit, sie an alle bestehenden Viehtransporter anzubringen.“

Aus kommerzieller Sicht möchte das belgische Unternehmen unmittelbar seinen Geschäftspartnern im Rahmen des aktuellen Fernverkaufs helfen, der unerlässlich ist, da eine normale Akquisition nicht möglich ist. Das Unternehmen ermutigt seine Werksbeauftragten und Händler, sich auf Telefonkampagnen, (E-)Mailings, Werbung auf landwirtschaftlichen Internetplattformen, und anderes mehr zu konzentrieren. „Wir untersuchen auch eine Online-Verkaufslösung, die schnell implementiert werden soll, um den Verkauf unserer Händler mit Lagermaterial zu knapp berechneten Preisen zu unterstützen. Denn um weiter zu arbeiten, muss der Landmaschinenbausektor verkaufen, aber er muss auch die Gesundheit aller schützen, indem möglichst viele Kontakte vermieden werden“, betont Didier Joskin abschließend.

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