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Ropa Kartoffelmaus 5 zum Verladen von Stärkekartoffeln

Auf Basis der Maus 5 hat Ropa die Kartoffelmaus 5 entwickelt. Mit ihr soll die Logistik für Stärkekartoffeln optimiert werden.

Ropa Kartoffelmaus 5|copyright: Ropa

Nachdem zur vergangenen Agritechnica erstmals ein Prototyp vorgestellt wurde, sind seit Sommer 2020 zwei Kartoffelmäuse im Praxiseinsatz bei der Südstärke in Sünching (Bayern) sowie bei der Emsland Group in Raum Kyritz (Brandenburg). In Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden soll 2021 eine Vorserie zum erweiterten Feldtest geplant werden. In einer Pressemeldung hieß es: „Mit der Kartoffelmaus kann die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit in der Logistik für Stärkekartoffeln gesteigert werden. Überdies können Landwirte den Anbauumfang für Kartoffeln erweitern, ohne, dass sie zugleich in Lagerkapazitäten investieren müssen. Positive Erfahrungen zeigten sich auch beim Verladen von Speisekartoffeln, welche direkt nach der Anlieferung weiterverarbeitet werden.“

Konzept der Mietenlagerung

Nach der Rodung werden die Kartoffeln direkt aus dem Bunker in eine Miete am Feldrand abgelegt. Der Untergrund soll eben und frei von tiefen Fahrspuren sein. Zum Anlegen der Miete wird mit dem Roder schräg an die Miete gefahren, um die volle Mietenbreite auszunutzen. Beim Nonstop-Roden mit Überladerbunker erfolgt die Mietenanlage durch rückseitiges Abkippen der Anhänger an der Miete. Während der Mietenlagerung kann anhaftende Erde abtrocknen und lässt sich bei der Mausverladung zusätzlich abreinigen. Der Abreinigungseffekt durch die Maus lässt sich durch vorherrige Abdeckung der Miete mit Vlies zusätzlich verbessern, ein besonderer Vorteil bei Kartoffelmieten mit erhöhtem Erdanteil. Neben Erde wird durch die Reinigungswalzen im Aufnahmesystem und dem 10-fach Zwickwalzenreiniger der Großteil an Stängeln und Kraut abgeschieden. Die Verladung auf Lkw erfolgt mit dem 15 Meter reichenden Überlader. Mit dem integrierten Wiegesystem lassen sich Transportfahrzeuge beladen, ohne die gesetzlichen Grenzwerte zu überschreiten.

Anhebbare Kabine mit Touch-Terminal

Die R-Cab Kabine soll optimale Rundumsicht ermöglichen. So sind beispielsweise an allen Seitenscheiben Scheibenwischer angebracht. Voll-LED Arbeitsscheinwerfer ermöglichen die Arbeit bei Dunkelheit.

Das 12,1 Zoll Glas-Touchdisplay R-Concept mit WLan Schnittstelle bildet die Informations- und Kommandozentrale der Maschine. Von hier aus überwacht der Fahrer die komplette Maschine, informiert sich über Betriebszustände und Leistungsdaten und verstellt die Reinigungsintensität und damit das Arbeitsergebnis. Die Bedienung erfolgt dual, wahlweise per Fingertip am Touch-Display oder per Drehen und Drücken an den „R-Select“ und „R-Direct“ Drehknöpfen, welche auf der Bedienkonsole im Griffradius des Multifunktionsjoysticks (mit integriertem Minijoystick) angeordnet sind. Eine Durchlaufwaage mit automatischem Nullabgleich ermöglicht, Transportfahrzeuge zu beladen ohne die gesetzlichen Grenzwerte zu überschreiten.

Acht Meter breites Aufnahmesystem

Für die Aufnahme hat Ropa ein acht Meter breites Aufnahmesystem entwickelt. Aufnahmefinger arbeiten bis zu fünf Zentimeter im Boden und heben die Kartoffeln an. Über Förderketten werden sie über eine Auskämmwalze auf die Förderwalzen gefördert. Insgesamt acht Reinigungswalzen sorgen für schonende und effiziente Erd- und Krautabscheidung. Abhängig vom notwendigen Reinigungsbedarf kann von der Fahrerkabine aus die Intensität angepasst werden. Nach der Aufnahme gelangen die Kartoffeln auf den Bauchgurt, der als Siebkette ausgeführt ist. Der Bauchgurt fördert die Kartoffeln durch die Maschine in den Reinigungstrog vor dem Überlader.

Mercedes-Benz Motor mit 354 PS

In das Antriebskonzept ist der 260KW / 354 PS starke Mercedes-Benz Motor OM936 integriert. Er verfügt über 7,7 Liter Hubraum, eine 2-stufige Turboaufladung, 1400 Nm maximales Drehmoment bei 1200 U/min (Abgasstufe 4 Final mit AdBlue und SCR-Kat). Er kann auch im Verladebetrieb automotiv, mit reduzierter Motordrehzahl betrieben werden.

Für einen sicheren Stand der Maschine sorgt der Gegengewichtsarm aus 700er Feinkornstahl. Bis über neun Meter weit und vier Meter hoch kann der Gegengewichtsarm mitsamt Kraftstofftank als Gegenlast zum Überlader ausgeschwenkt werden. Die optional erhältliche Durchlaufwaage ist im Überlader-Knickteil integriert. Sämtliche Überladerseitenwände sind aus hochfesten PU-Platten und vierfach wendbar.

Für die Straßenfahrt lässt sich die komplette Maus von der Kabine aus vollautomatisch auf drei Meter Transportbreite bei 14,97 Meter Gesamtlänge zusammenfalten. Der Radstand liegt bei von 5,5 Meter.

Der Hauptrahmen besteht aus laserverschweißten und gekanteten Profilrohren aus 700er Feinkornstahl.

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