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Stihl Gruppe setzt Wachstumskurs fort

Die Stihl Unternehmensgruppe setzte ihren Wachstumskurs aus dem vergangenen Geschäftsjahr fort und erzielte von Januar bis August 2021 einen Umsatz in Höhe von 3,51 Milliarden Euro.

Dr. Bertram Kandziora (Stihl Vorstandsvorsitzende) geht im kommenden Jahr in den Ruhestand. (Copyright: Stihl)

Das entspricht einem Wachstum von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das wechselkursbereinigte Umsatzplus beträgt 15,4 Prozent. Zum 31. August 2021 arbeiteten weltweit 19.523 Beschäftigte in der Stihl Gruppe, 7,3 Prozent mehr als Ende 2020. „Wir liegen bei Absatz und Umsatz aller Produktgruppen deutlich über den Vorjahreswerten und über Plan. Das hohe Engagement, die Flexibilität unserer Belegschaft und eine vorausschauende Planung in Produktion, Vertrieb und Logistik haben dies ermöglicht – obwohl Rohstoffknappheit, fehlende Produktionskapazitäten bei Lieferanten und bei Stihl sowie begrenzte Transportkapazitäten zu erheblichen Störungen in den Lieferketten geführt haben. Ohne diese Engpässe hätten wir noch mehr Produkte produzieren und verkaufen können“, erklärte der Stihl Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora bei der Pressekonferenz des Unternehmens, die im Rahmen des Internationalen Stihl Medientags stattfand. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist Dr. Kandziora optimistisch: „Stihl Produkte werden weiterhin stark nachgefragt. Wir produzieren weltweit auf hohem Niveau, um unsere Kunden beliefern zu können.“

Weltweites Absatzwachstum

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet Stihl auf allen Kontinenten Wachstum beim Absatz. Beliebte Produkte waren unter anderem der Mähroboter Stihl iMOW, der Akku-Gehölzschneider Stihl GTA 26, Benzin-Motorsägen und Benzin-Freischneider für Hobbyanwender sowie die neuen Akku-Produkte für Profis, die im ersten Halbjahr 2021 eingeführt wurden. Dazu zählen beispielsweise der Akku-Heckenschneider Stihl HLA 135 und die Akku-Motorsense Stihl FSA 135. Dr. Kandziora: „Auch in diesem Jahr beobachten wir einen starken Trend hin zu Akku-Geräten. Erfreulich ist, dass wir bei Produkten mit Benzin- und Elektroantrieb ebenfalls ein Absatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen können. Diese Entwicklung zeigt: Stihl ist nach wie vor stark im Benzin-Segment, entwickelt sich aber zunehmend auch zu einem starken Player im Akku-Markt.“

Produktion weltweit auf Hochtouren

Gleichzeitig habe das Unternehmen nach wie vor mit weltweit gestörten Lieferketten und erheblichen Versorgungsengpässen bei Rohstoffen und Bauteilen zu kämpfen, hieß es in einer Pressemeldung. Das betreffe beispielsweise Stahl, Kunststoffgranulat und Elektronikkomponenten. „Leider ist es uns aufgrund dieser externen Faktoren nicht überall gelungen, den Bedarf nach Stihl Geräten vollumfänglich zu erfüllen. Aktuell läuft die Produktion weltweit auf Hochtouren, um die entstandenen Rückstände aufzuholen und unsere Kunden besser versorgen zu können“, berichtete Dr. Kandziora.

Umsatz im deutschen Markt

Im deutschen Markt erzielte Stihl bis August 2021 einen Umsatz, der nochmals deutlich über dem starken Vorjahresniveau liegt, hieß es in der Pressemeldung weiter. Vor allem die durch den Cocooning-Effekt ausgelöste anhaltend starke Nachfrage nach Produkten für Haus und Garten fördere diese Absatzentwicklung. Allerdings ist auch in Deutschland die Liefersituation durch hohe Produktnachfrage, Engpässe bei der Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten sowie knappe Frachtkapazitäten weiterhin angespannt, weshalb Fachhandelspartner und Kunden zum Teil auf bestellte Produkte warten müssen.

Am 9. Juli 2021 wurde das neue Fertigwarenlager in der Stihl Vertriebszentrale in Dieburg eingeweiht und offiziell in Betrieb genommen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 26 Millionen Euro. Mit dem Neubau erhöht das Unternehmen die Logistikeffizienz und stellt damit die Weichen für zukünftiges Wachstum im deutschen Markt.

Stihl Stammhaus wächst

Das deutsche Stammhaus, die Andreas Stihl AG & Co. KG, erzielte von Januar bis August 2021 einen Umsatz von 1,03 Milliarden Euro, der damit 15,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum liegt. „Das sind beachtliche Steigerungsraten, denn wie in der Stihl Gruppe haben wir wegen Versorgungsengpässen auch in den Werken des Stammhauses erhebliche Schwierigkeiten, genügend Vorprodukte, Material und Komponenten für unsere Fertigung zu erhalten“, erklärte Dr. Kandziora. Aufgrund des Wachstums ist auch die Beschäftigtenzahl im Stammhaus seit Ende Dezember 2020 gestiegen, um acht Prozent auf 5.684 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Stichtag 31. August 2021. Die Belegschaft verteilt sich auf 4.009 Beschäftigte in Waiblingen, 416 in Fellbach, 257 in Ludwigsburg, 924 in Weinsheim und 78 in Wiechs am Randen. Derzeit sind noch rund 100 offene Stellen im Stammhaus zu besetzen, ein großer Teil davon in Forschung und Entwicklung.

Stihl Markenwelt öffnet Anfang 2023

Der Stammsitz von Stihl in Waiblingen wird derzeit modernisiert und erweitert. Leuchtturm des künftigen Gebäudeensembles ist die dort entstehende Stihl Markenwelt. Sie wird Anfang des Jahres 2023 eröffnet und soll auf insgesamt drei Ebenen die Unternehmens- und Produktgeschichte erlebbar machen sowie den Besucherinnen und Besuchern eine Wissensplattform zu den Themen Wald und Forst bieten. Norbert Pick, Stihl Vorstand Marketing und Vertrieb, stellte den Neubau beim Internationalen Medientag bei einem virtuellen Rundgang vor und betonte: „Alle Bereiche in unserer neuen Markenwelt ermöglichen unseren Kunden, den Fans und allen Interessierten, die Marke Stihl in ebenso informativer wie kurzweiliger Weise erleben zu können. Ich bin davon überzeugt, dass das die Bindung an die Marke Stihl stärkt“.

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